Die SEOlogen
Die Praktiker der SEOlogie · Stand: Juni 2026
Angewendet wird die SEOlogie von den SEOlogen — den Praktikern der Lehre. Sie begleiten Unternehmen und Menschen dabei, sich von den passenden Menschen finden zu lassen: von der Selbsterkenntnis der Quelle über das echte Signal bis zum laufenden Kreislauf der Sichtbarkeit.
In der SEOlogie sind Anwendung und Forschung untrennbar: Jedes reale Projekt schärft die Begriffe und Werkzeuge der Lehre. Den Kern bilden heute drei SEOlogen — mit einer Arbeitsteilung, die zugleich die Forschungsweise der SEOlogie ist.
Ortwin Oberhauser — der Begründer
Ortwin Oberhauser ist der Begründer der SEOlogie — der Kunst, sich von den passenden Menschen finden zu lassen — und versteht sich als erster SEOloge. Aufgewachsen in Bregenz am Bodensee, in Österreich, beschäftigte er sich früh mit Computern und Programmierung; seit den 1990er-Jahren arbeitet er als Webentwickler. Als Fachwirt für Angewandte Informatik unterrichtete er ab dem Jahr 2000 am WIFI Vorarlberg — HTML, PHP, XML, Webdesign, Web-Organisation und die Ausbildung zum Internetbeauftragten, die schon damals Suchmaschinen und Internet-Marketing lehrte. Und bereits im Januar 2000 gab er am WIFI Dornbirn den 38-Stunden-Kurs „E-Commerce & Online-Shops", in dem Firmen lernten, ihren eigenen Online-Shop zu erstellen und zu betreiben — zu einer Zeit, als Online-Verkaufen für die meisten noch Zukunftsmusik war. Er zählte damit zu den ganz wenigen in Österreich, die sich damals schon so intensiv mit E-Commerce und Online-Marketing beschäftigten. Im WIFI-Kursbuch von 2002 ist er mit der Überzeugung zitiert, ein mit dem Internet verbundener PC sei „das überlegenste Werkzeug, das die Menschheit jemals in ihren Händen halten durfte". Diese technische Herkunft prägt seine Arbeit bis heute: Sichtbarkeit ist für ihn nie nur Kommunikation, sondern immer auch Struktur, Technik und Verständlichkeit.
In der frühen österreichischen SEO-Szene war Oberhauser eine sichtbare Stimme: Er nahm an Branchentreffen wie der SMX teil, dokumentierte die Entstehung der SEOkomm und sprach 2010 auf deren Premiere — der ersten reinen SEO-Konferenz Österreichs. Sein Vortrag „Everyone is a Publisher Today" nahm vorweg, was heute selbstverständlich ist: Jeder Mensch und jedes Unternehmen veröffentlicht — und steht damit vor der Frage, ob und von wem es gefunden wird. Kollegen nannten ihn schon damals „den SEOlogen", weil er das Gefunden-Werden nie nur technisch anging, sondern immer auch von der Psychologie der Menschen her. 2010 zählte ihn das österreichische Magazin WIENER in seiner Rubrik „Die Twittelite" zur Twitter-Elite des Landes — mit damals über 85.000 Followern. Diese frühe Social-Web-Sichtbarkeit zeigt, dass das Gefundenwerden für ihn schon damals gelebte Praxis war, nicht nur Beruf. 2011 folgte ein zweiter SEOkomm-Vortrag mit touristischem Schwerpunkt.
„Aus Webentwicklung wurde SEO. Aus SEO wurde die Frage nach dem Gefundenwerden. Aus mehr als zwanzig Jahren Praxis wurde die SEOlogie."
Denn je länger er mit Suchverhalten, Kampagnen und Plattformen arbeitete, desto klarer wurde die Einsicht, die zur SEOlogie führte: Gefunden werden nicht Websites — gefunden werden die Menschen, Unternehmen und Ideen dahinter. Gefundenwerden ist eine Frage von Passung, Vertrauen, Sprache und Quelle, und erst danach eine Frage der Technik.
Heute ist Oberhauser Mitgründer der Creative-Intelligence-Agentur bobdo.com — die operative Geschäftsführung übergab er 2021, seither wirkt er dort als CTO und Berater —, Initiator von hotel-award.com und Kopf des Praktiker-Teams der SEOlogen. In der Forschungs-Arbeitsteilung erprobt er Neues im Versuch und Irrtum: erst testen, dann verstehen, dann behaupten. Und wer dieses Wiki liest, kennt ihn übrigens schon: Die Ich-Geschichten der Kreislauf-Seiten — die Bilgenpumpe in der stillen Bucht, die Bank, die auf fertige HTML-Seiten setzte, der Umweg in Süditalien — sind seine.
Einige Stationen dieser Jahre, festgehalten mit der eigenen Kamera:
Mehr über Ortwin Oberhauser — persönlicher, mit Bildern und Belegen — auf seinem Blog →
Der Kern
Enzo Oberhauser
Verbindet die SEOlogie mit dem Wissen der alten Denkschulen — Wu Wei, Zen, Stoa, Existenzialismus und anderen. Denn vieles, was für das Gefundenwerden gilt, hat die Menschheit in Jahrtausenden längst erkannt; das Rad muss nicht überall neu erfunden werden. Die nächste Generation der SEOlogie.
Max Nardit
Verantwortet Daten, Messung und Monitoring — er macht überprüfbar, was die anderen behaupten. Von ihm stammt der Anstoß zum Kreislauf der Sichtbarkeit — der Überzeugung, dass Sichtbarkeit nur lebendig bleibt, wenn Wahrnehmen, Verstehen, Planen und Umsetzen nie enden.
max.nardit.com →
Mitforschen
Die SEOlogie ist kein geschlossener Zirkel. Wer sie anwenden oder mitforschen will, ist eingeladen — wie das funktioniert und woran Beiträge gemessen werden, steht auf der Einladungs-Seite: Die SEOlogie lädt zum Mitforschen ein.
Belege
- Ortwin Oberhauser: Rückblick auf die SEOkomm 2010. ortwin-oberhauser.com, November 2010.
- Vortrag „Everyone is a publisher today" — Folien der SEOkomm-Premiere 2010, SlideShare.
- Gerald Steffens: SEOkomm 2011 – Recap, Konferenz und Party. seo.de, November 2011.
- WIENER (österreichisches Männermagazin), Ausgabe Juli 2010: Rubrik „Die Twittelite", Seite 59 — Ortwin Oberhauser als eine der österreichischen Twitter-Stimmen, mit über 85.000 Followern.
- WIFI Vorarlberg (Wirtschaftskammer): Original-Kursfolder „E-Commerce & Online-Shops" — Kurs 27.01.–11.02.2000, WIFI Dornbirn, Trainer: Ortwin Oberhauser. PDF-Beleg ansehen (Nutzung mit Zustimmung des WIFI).
- WIFI Vorarlberg (Wirtschaftskammer): Kursbuch 2002/2003 — Kursleiter für HTML, PHP, XML, Web-Design, Web-Organisation und die Ausbildung zum Internetbeauftragten; dort auch das zitierte Statement zum Internet als Werkzeug. PDF-Beleg ansehen (Nutzung mit Zustimmung des WIFI).